Gib auf dich acht Projekt (20.08.19 - Teil1)

Aktualisiert: 29. Aug 2019

Ich hatte am Dienstag, den 20.08.2019 wieder ein tolles "Gib auf dich acht" Projekt mit Grundschulkindern. Es hat so viel Spaß gemacht, da die Kinder sehr aufmerksam und interessiert mit gemacht haben . Ich hatte den Raum entsprechend vorbereitet und Tische zusammengeschoben, alle Materialen schon verteilt und den Namen meines Projektes an die Tafel geschrieben. Die Kinder kamen rein und haben mir direkt interessiert zugehört. Einige von ihnen wussten schon, was auf sie zukommt, andere hingegen, hatten noch nie von dem Thema gehört.

Zu Anfang habe ich jedem Kind eine Wäscheklammer gegeben und es sollte sich an meinem Stimmungsbarometer einsortieren, wie es sich jetzt gerade in diesem Augenblick fühlt.


Stimmungsbarometer

Wie man sieht hatten sich alle Kinder bei dunkelgrün=super gut einsortiert und zum Ende der Projekteinheit hatte sich nichts verändert. Die Kinder sollen lernen ihre Emotionen benennen zu können und das ist mit Hilfe des Stimmungsbarometers sehr gut möglich. Die Kinder dürfen mit Fragen, während der Stunde aufstehen und ihre Wäscheklammer umstecken, wenn sich ihre Laune verändert hat.



Anschließend habe ich die Kinder gefragt, ob jemand weiß, was Achtsamkeit bedeutet. Einige von ihnen konnten schon gut sagen, was das für sie bedeutet.

Antworten der Jungen und Mädchen:

  • "Wenn man auf sich aufpasst"

  • "Wenn man aufmerksam im Leben ist"

  • "Irgendwas mit atmen und ruhig werden"

Als nächstes habe ich zur Überleitung die Kinder im Alter von 6-12 Jahren gefragt, ob sie wissen, was Stress bedeutet, wie man sich dabei fühlt und ob sie dies benennen könnten. Die Ergebnisse habe ich auf einem Tafelbild festgehalten. Besonders schön fand ich das Wort "AUSFLIPPIGKEIT". Ein Junge sagte, er würde das genauso fühlen, wenn er sich gestresst fühle. Einfach wunderbar und unkonventionell. Ein anderer Junge kannte schon die beiden Arten von Stress. Er meinte zum einen den Disstress = negativer Stress, der krank machen kannn und zum anderen den Eustress = positiven Stress. Er hat es allerdings auf seine Art und Weise ausgedrückt.



Tafelbild zum Thema Stress

Die passende Frage dazu war, was man gegen Stress tun kann. Als Übergang zum Thema Achtsamkeit um zu erfahren, was die Kinder tun, wenn sie sich gerade in der "Ausflippigkeit" befinden.


  • "Man kann ruhig werden"

  • "Ich versuche dann den Kopf auszuschalten und höre nicht mehr zu"

  • "Ich gehe dann in einen anderen Raum"



Um den perfekten Bogen zur Achtsamkeit zu ziehen, habe ich meine Klangschale ausgepackt und den Kindern vorgestellt. Ich habe erklärt, dass man sie nicht schlägt, sondern "einlädt", wenn man mit dem Holz gegen das Metall kommt. Zur Einstimmung sollten die Kinder versuchen ihre Augen zu schließen, ich habe die Klangschale eingeladen und sie sollten die Hände heben, wenn sie den Klang nicht mehr hören konnten. Das habe ich mehrfach gemacht und dann die Klangschale in die Runde gegeben. Jedes Kind durfte die Schale einladen und beschreiben, wie sie sich anfühlt und sie sich selbst fühlen, wenn sie den Klang erzeugen. Alle Kinder haben geduldig gewartet, bis die Schale bei ihnen angekommen war und dann auch versucht sie einzuladen. Die Stimmung war sehr schön harmonisch und ruhig.

Thema Atmung

Als nächstes war das Thema Atmung an der Reihe. Eine Kombination von Stress und was kann ich dagegen tun und der Klangschale. Wir haben kleine Übungen zum Atem gemacht. Zum Beispiel die Hände auf den Bauch legen und Augen schließen. Vor Beginn und am Ende jeder Übung habe ich die Klangschale "eingeladen". Die Kinder sollten spüren was im Körper passiert, wenn sie sich versuchen auf ihre Atmung zu konzentrieren. Diese Übung habe ich kombiniert mit einer Karte aus den "Gib auf dich acht" Karten von DonBosco (Diese Karten haben mich zu dem Namen meiner Projekte inspiriert). Die Kinder brauchen oft etwas bildiches, um die Übung besser zu verstehen. Dafür nutze ich gerne diese Bildkarten und die Kinder sollen beschreiben,was der Junge oder das Mädchen auf dieser Karte gerade machen. Das hilft ihnen die Übung besser nachzumachen.


Gib auf dich acht! Karten von DonBosco

Eine weitere Übung war es, den Zeigefinger unter die Nase zu legen und dann tief ein- und auszuatmen. Die Kinder durften sagen, wie sich das anfühlt, welche Temperatur der Atem hat und wie sie sich gerade fühlen.

Antworten von Kindern zu beiden Übungen:

  • "Mein Bauch hebt und senkt sich beim Atmen"

  • "Ich spüre Luft an meinem Finger, warme und kalte Luft"

  • "Ich werde ganz komisch ruhig, wenn ich meine Augen schließe und die Hände auf dem Bauch liegen"

  • "Ich kann meinen Atem spüren, das ist mir noch nie aufgefallen"


Da ich in diesem Projekt so viel mit den Kindern gemacht und erlebt habe, werde ich den Rest in einem Teil 2 veröffentlichen. Seid weiterhin gespannt :)

Liebe Grüße


Die Jacky





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