Meine Achtsamkeitsrituale im Alltag

Ich beschäftige mich jetzt ca. ein Jahr mit dem Thema Achtsamkeit. Es fing alles mit einem Seminar im Rahmen meines Studiums an. Es ging um Kampfkunst am Beispiel von Wing Tsun und die Möglichkeiten daraus pädagogische Maßnahmen zu gestalten. Es war super spannend und lehrreich. Das Thema Achtsamkeit, Selbstliebe und die eigenen Körperwahrnehmungen waren Inhalte dieses Seminars. Alles rund um Achtsamkeit hat mich sofort gefesselt und ich habe mir Literatur dazu besorgt. Ich glaube mein erstes Buch war ein 365-Tage Achtsamkeitsjournal mit vielen kleinen Anregungen und Übungen. Daraufhin habe ich mir immer mehr und mehr Bücher, Zeitschriften und Anregungen gekauft und mich voll und ganz in das Thema verliebt. Ich habe dann meine erste Hausarbeit über Achtsamkeit in Adoptiv- und Pflegefamilien geschrieben. Auch privat habe ich immer mehr aktiv Achtsamkeit kultiviert und Freunde und Familie auch dazu gebracht. Meine Sicht auf viele Dinge hat sich dadurch verändert und ich fokussiere meine Aufmerksamkeit immer wieder auf den aktuellen Moment und versuche mit allen Sinnen wahrzunehmen und zu genießen.



Um auch im Alltag immer wieder Achtsamkeitsübungen zu praktizieren, habe ich mir kleine Rituale erarbeitet, die ich täglich ausführe. Ich möchte die gerne meine Lieblinge vorstellen.



1. Ein Gedanke am Tag

Ich beginne den Tag damit, meinen ersten Gedanken aufzuschreiben. Es kann ein Wunsch, ein Spruch, eine tiefe Sehnsucht oder Sonstiges sein. Ich schreibe manchmal auch auf, was ich mir von dem heutigen Tag erwarte, z.B. etwas Schönes erleben, lieben Menschen begegnen oder Erfolg in etwas haben. Ich glaube in gewissen Teilen an die "selbsterfüllende Prophezeiung". Das heißt, wenn ich mir etwas vornehme und an etwas glaube, dann passe ich daran mein Handeln an und dann kann es auch genauso eintreten, wie man es sich wünscht. Von daher finde ich dieses Ritual am schönsten und manchmal schaue ich sogar Abends nach, was mein Gedanke vom Morgen war und wie er sich entwickelt hat. Dieses kleine Büchlein habe ich aus der Zeitschrift "Flow", die nebenbei voll von Inspirationen und Extras steckt.

An was denkst Du nach dem aufstehen und was erwartest Du dann von deinem Tag? Machst Du dir überhaupt Gedanken darüber?

Fang doch direkt Morgen mal damit an...



2. Meditation

Es gelingt mir leider nicht jeden Tag zu meditieren, da ich doch oft "zu viel zu tun habe", was ja leider der komplett falsche Ansatz ist, aber ich arbeite an mir. Ich nutze zwei verschiedene Apps zum meditieren. Zum einen "Calm" oder auch "7mind". Ich finde beide auf ihre eigene Art und Weise schön gestaltet und die unterschiedlichen Themen und Sprecher*innen passen zu meinen Stimmungen. Deswegen möchte ich mich gar nicht für eine entscheiden, sondern nutze beide abwechselnd. Oft genieße ich auch ohne geführte Meditation den aktuellen Moment, Ich schließe dann meine Augen, versuche meiner Umgebung zu lauschen, den Wind oder die Sonne auf meiner Haut zu spüren und alles aufzusaugen, was gerade um mich herum passiert, ohne es zu bewerten.

Probiere es doch einfach mal aus und mach deine eigenen Erfahrungen.




3. Sukkulentenzeit

Einmal am Tag verbringe ich Zeit damit, mich um meine Sukkulenten zu kümmern. Da ich sie selber durch Blattableger züchte (siehe Bild) brauchen die Kleinen viel Aufmerksamkeit, Wasser, Dünger, Substrat und ein bisschen Hilfe beim groß werden. Natürlich ist es aber auch einfach nur schön zuzugucken, wie sie jeden Tag größer werden, Wurzeln und neue Blätter bilden. Ich genieße diese ruhige Atmosphäre und achtsamen Momente für mich. Auch Du kannst dir so eine kleine Achtsamkeitsinsel schaffen und irgendetwas für Dich tun, woran Du Spaß hast und woraus Du Energie schöpfen kannst. Oder hast Du vielleicht sogar schon ein Achtsamkeitsritual in Richtung Natur und Pflanzen für Dich entwickelt?



4. Journaling

Das Journaling hat in der letzten Zeit sehr an Popularität gewonnen und es gibt so viele Möglichkeiten und Angebote zu dem Thema. Sei es ein Stimmungsbarometer, das Sammeln von positiven Eigenschaften, diversen Plänen oder Listen. Ich schreibe oft Gedanken oder Ideen auf, die ich noch umsetzten möchte. Zum Beispiel etwas basteln, malen, künstlerisch gestalten, Handwerken oder Ähnliches. Ich plane auch gerne meine eigenen "Gib auf dicht acht" Projekte und verbringe viel Zeit damit, Materialien zu sammeln und selbst zu erstellen.

Ich bin Listen-süchtig. Ich habe fast für alles bezüglich meiner Arbeit und Studiums Listen, in denen ich etwas abhaken kann. Es ist so ein befriedigendes Gefühl auf einer Liste ein "To Do" abzuhaken. Auf dem Bild sieht man mein Sukkulenten Buch, ich habe alles Wissenswerte zu jeder Sorte notiert und mit passenden Bildern versehen. Ich habe mir auch aufgeschrieben, wann ich z.B. meine Ableger ausgelegt bzw. eingepflanzt habe, um ihren Fortschritt festzuhalten.


Mit Journaling verbringe ich viel und gerne Zeit am Tag und diese Struktur gibt mir ein gewisses Gefühl von Sicherheit.

Hast Du auch etwas gefunden, was du aufschreiben und festhalten kannst? Denn Journaling ist die perfekte Möglichkeit Achtsamkeit zu kultivieren und sich mit seinen tausenden von Gedanken zu beschäftigen und diese zu sortieren.




5. Glück und Dankbarkeit

Jeden Abend lasse ich den Tag Revue passieren und denke darüber nach, was das Schönste war. Ich bin dankbar für alles, was ich erlebe, welche Menschen in meinem Leben sind und was ich alles schon erreicht habe. Jeder Mensch hatte schon den ein oder anderen Tiefschlag in seinem Leben und so ist es auch bei mir. Ich habe vor 5 Jahren meine Mama verloren und auch andere Schicksalsschläge lassen mich die Welt mit anderen Augen sehen. Ich habe die Sicht auf viele normale und gewöhnliche Dinge im Alltag verändert und genieße das Leben jeden Tag in vollen Zügen. Es ist wichtig, sich immer wieder vor Augen zu führen, was man im Leben erreicht hat und welche Stärken man durch Schicksalsschläge erworben hat. Nur durch Tiefen können wir lernen, wie man sich immer wieder nach oben kämpfen kann und daraus viel Stärke, Mut und Erfahrungen schöpfen kann. Also vergiss nie, wer Du bist und sei glücklich und genieße das Leben.

Darüber einmal am Tag nachzudenken, hat heilende Kräfte und gibt einem neue Energie. eine wunderbare Möglichkeit um achtsamer für alles zu werden. Versuche es doch gleich heute Abend mal aus und genieße des Moment und das Gefühl von Glück und Dankbarkeit.


Das waren meine Lieblings-Achtsamkeitsübungen bzw. -rituale im Alltag. Vielleicht kannst du ja das ein oder andere davon übernehmen oder für deinen Alltag nutzen. Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei und ich helfe Dir gerne, wenn Du Fragen hast oder Anregungen brauchst.




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